Wissen

FIBC / Big-Bag-Glossar

Die Fachbegriffe der Big-Bag-Branche von A bis Z.

A
Abdeckhaube
Gewebeteil, das die obere Öffnung des Big Bags abdeckt und das Eindringen von Staub verhindert.
ADR
Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße. Es schreibt für Big Bags mit Gefahrgut eine UN-Zulassung vor. Mehr erfahren →
Antistatischer Big Bag
Oberbegriff für Big Bags, die das Risiko statischer Elektrizität beherrschen. IEC 61340-4-4 teilt sie in Typ B, Typ C und Typ D ein. Ein Big Bag, der nicht nach einem dieser Typen geprüft ist, gilt als Typ A. Mehr erfahren →
ATEX
Sammelbegriff für die EU-Richtlinien zu explosionsfähigen Atmosphären (2014/34/EU für Geräte, 1999/92/EG für Arbeitsplätze). Die elektrostatische Einstufung von Big Bags erfolgt nach IEC 61340-4-4. Mehr erfahren →
Auslaufstutzen
Zylindrischer Gewebeteil unten am Big Bag für eine kontrollierte Entleerung.
B
Barriere-Inliner
Mehrschichtiger Kunststofffolien-Inliner, der das Produkt vor Feuchtigkeit, Sauerstoff oder Kontamination schützt. Er kann EVOH-, PA- oder Aluminiumschichten enthalten. Mehr erfahren →
Belüfteter Big Bag
Big Bag aus Gewebe mit Belüftungsstreifen auf der gesamten Fläche, für Produkte, die atmen müssen: Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Brennholz, Haselnüsse und Walnüsse in der Schale, Saatgut. Mehr erfahren →
Beschichtetes Gewebe
PP-Gewebe, ein- oder beidseitig mit geschmolzenem PP beschichtet. Es verhindert Staubaustritt und verringert den Feuchtigkeitsdurchgang.
Bindeband
Band aus Polypropylen oder Polyester zum Verschließen des Einfüll- oder Auslaufstutzens.
BRC IoP
British Retail Consortium – Packaging Materials, heute BRCGS Packaging Materials. Von der GFSI anerkannter Sicherheits- und Qualitätsstandard für Hersteller von Verpackungen mit Lebensmittelkontakt. Bewertungsstufen AA, A, B, C, D; bei unangekündigtem Audit wird ein „+“ ergänzt (AA+). Mehr erfahren →
Bulk Bag
Andere Bezeichnung für Big Bag, vor allem in Nordamerika gebräuchlich. Mehr erfahren →
D
Denier
Maßeinheit für die Garnfeinheit: Gewicht in Gramm von 9.000 Metern Garn. Karaca verwendet für die Korpusnähte Nähgarn mit 4.500 Denier und für die Paneelnähte mit 2.500 Denier.
E
Eckschlaufe (Cross-Corner)
Hebeschlaufe, die über die Ecknaht genäht wird und beide Seitenpaneele überlappt. Sie lässt sich leicht auf die Gabelzinken schieben.
(EG) 1935/2004
EU-Rahmenverordnung für alle Materialien mit Lebensmittelkontakt: Ein Material darf keine Stoffe in gesundheitsgefährdenden Mengen auf Lebensmittel übertragen; die Rückverfolgbarkeit ist Pflicht. Mehr erfahren →
Einfüllstutzen
Zylindrischer Gewebeteil oben am Big Bag für eine kontrollierte Befüllung. Er verhindert das Austreten von Staub.
Eingenähter Inliner
Mit dem Korpus des Big Bags vernähter Inliner; er kann beim Entleeren nicht herausgezogen werden. Mehr erfahren →
Einweg-Big-Bag
Big Bag, der nur einmal befüllt und entleert wird (SF 5:1). In der Lebensmittelindustrie wegen des Kontaminationsrisikos meist bevorzugt. Mehr erfahren →
Entgasungsventil
Kleines Ventil auf der Inliner-Oberfläche. Bei Produkten, die bei der Lagerung Gas abgeben, etwa Kaffee, lässt es das Gas entweichen und verhindert, dass sich der Inliner aufbläht und platzt. Mehr erfahren →
Erdung
Anschluss eines Typ-C-Big-Bags über seinen Erdungspunkt an ein Erdungssystem. Die Verbindung muss während des gesamten Befüllens und Entleerens bestehen; der Punkt ist mit einem gelben Etikett mit schwarzem Erdungssymbol gekennzeichnet. Mehr erfahren →
(EU) 10/2011
EU-Verordnung über Kunststoffe mit Lebensmittelkontakt. Der Gesamtmigrationsgrenzwert beträgt 10 mg/dm²; eine schriftliche Konformitätserklärung ist vorgeschrieben. Mehr erfahren →
EVOH
Ethylen-Vinylalkohol. Kunststoff mit hoher Sauerstoff- und Aromabarriere, in mehrschichtigen Inlinern eingesetzt. Mehr erfahren →
Ex-Zonen
Zonen 0, 1 und 2 für Gase und Dämpfe, Zonen 20, 21 und 22 für Stäube. IEC 61340-4-4 stuft Big Bags für die Zonen 1–2 (Gasgruppen IIA und IIB) und 21–22 ein; die Zonen 0 und 20 liegen außerhalb ihres Geltungsbereichs. Mehr erfahren →
F
FIBC
Flexible Intermediate Bulk Container – flexibler Großpackmittel-Behälter (flexibles IBC). Die offizielle Fachbezeichnung für Big Bag. Mehr erfahren →
Formangepasster Inliner (Form-Fit)
Inliner in der Form des Big Bags; er bildet beim Befüllen und Entleeren weniger Falten und nutzt das Volumen besser. Mehr erfahren →
Formstabiler Big Bag
Andere Bezeichnung für Q-Bag. Mehr erfahren →
G
GFSI
Global Food Safety Initiative. Globale Initiative, die Lebensmittelsicherheitsstandards wie BRCGS anerkennt. Mehr erfahren →
H
HACCP
Hazard Analysis and Critical Control Points – Gefahrenanalyse und kritische Kontrollpunkte. Grundprinzip des Lebensmittelsicherheitsmanagements. Mehr erfahren →
HDPE
Polyethylen hoher Dichte. Inliner-Material mit höherer Chemikalienbeständigkeit und besserer Feuchtigkeitsbarriere als LDPE. Mehr erfahren →
Hebeschlaufen
Schlaufen aus gewebtem PP-Gurtband zum Heben des Big Bags mit Gabelstapler oder Kran. Sie werden nach dem Sicherheitsfaktor bemessen.
I
IBC08
Verpackungsanweisung des ADR und RID. Flexible IBC (Big Bags) sind für Gefahrgut nur nach dieser Anweisung zugelassen. Mehr erfahren →
IEC 61340-4-4
Internationale Norm für die elektrostatische Einstufung von FIBC (Typ A, B, C, D), die Inliner-Typen (L1, L2, L3), die Prüfverfahren und die Kennzeichnung. Mehr erfahren →
IMDG
International Maritime Dangerous Goods Code. Internationaler Code für die Beförderung gefährlicher Güter auf See. Mehr erfahren →
Inliner
Kunststofffolie im Inneren des Big Bags. Kein Big-Bag-Typ, sondern eine Ausstattung, die zu jedem Typ ergänzt werden kann. Erhältlich in LDPE, HDPE, EVOH, PA und mit Aluminiumbarriere, 50–200 Mikron dick. Mehr erfahren →
Inliner mit Laschen (Tab-In)
Mit Laschen an den Schlaufen oder am Korpus befestigter Inliner; er bleibt beim Entleeren an seinem Platz. Mehr erfahren →
Inliner-Typen (L1, L2, L3)
Elektrostatische Klassen von Inlinern nach IEC 61340-4-4. L1 (Oberflächenwiderstand ≤ 10⁷ Ω) nur in Typ-C-Big-Bags, L2 (10⁹–10¹² Ω) in Typ B, C und D, L3 (> 10¹² Ω) nur in Typ B. Ein Inliner ändert den Typ des Big Bags nicht. Mehr erfahren →
Innenstege (Baffles)
In die Ecken des Big Bags eingenähte Gewebepaneele. Sie halten den befüllten Big Bag quadratisch oder rechteckig; eingesetzt in Q-Bags. Mehr erfahren →
ISO 21898
Internationale Norm für Konstruktion, Prüfung und Kennzeichnung von FIBC für nicht gefährliche Güter. Sie verlangt, dass die zulässige Stapelzahl auf dem Etikett angegeben wird.
J
Jumbo Bag
Andere Bezeichnung für Big Bag. Mehr erfahren →
K
Konformitätserklärung (DoC)
Schriftliches Dokument, das bestätigt, dass die Verpackung dem Lebensmittelkontakt-Recht entspricht, und angibt, mit welchen Lebensmitteln und unter welchen Bedingungen sie verwendet werden darf. Mehr erfahren →
L
LDPE
Polyethylen niedriger Dichte. Das am häufigsten verwendete Inliner-Material: flexibel, wirtschaftlich und für Lebensmittelkontakt geeignet. Mehr erfahren →
Leitfähiger Big Bag
Big Bag mit miteinander verbundenen, in das Gewebe eingewebten leitfähigen Fäden, der geerdet verwendet wird. In IEC 61340-4-4 heißt er Typ C. Mehr erfahren →
Loser Inliner
Schlauchförmiger Inliner, der ohne Befestigung in den Big Bag eingelegt wird. Mehr erfahren →
M
Migration
Übergang von Stoffen aus der Verpackung in das Lebensmittel. Gesamt- und spezifische Migrationsgrenzwerte sind in (EU) 10/2011 festgelegt. Mehr erfahren →
Mikron (μm)
Maßeinheit für die Inliner-Dicke. 1 Mikron = 0,001 mm. Mehr erfahren →
Mindestzündenergie (MZE)
Die geringste Funkenenergie, die einen Staub, ein Gas oder einen Dampf entzünden kann. Nach IEC 61340-4-4 bestimmt sie den Big-Bag-Typ: Bei Stäuben mit einer MZE von 3 mJ oder weniger und in brennbaren Gasatmosphären sind nur Typ C oder Typ D zulässig. Mehr erfahren →
O
OTR
Oxygen Transmission Rate – Sauerstoffdurchlässigkeit. Kennwert für die Sauerstoffbarriere eines Inliners. Mehr erfahren →
P
PA (Polyamid)
Auch als Nylon bekannter Kunststoff mit hoher mechanischer Festigkeit und Durchstoßfestigkeit. Mehr erfahren →
PP (Polypropylen)
Hauptrohstoff von Big Bags. Leicht, fest und chemikalienbeständig.
PPWR
EU-Verpackungsverordnung (EU) 2025/40, anwendbar seit dem 12. August 2026. Sie führt Grenzwerte für Schwermetalle und PFAS sowie eine EU-Konformitätserklärung ein. Mehr erfahren →
Q
Q-Bag
Big Bag, der dank seiner Innenstege befüllt eine quadratische oder rechteckige Form behält. Er wird passend zur Palettengröße gefertigt (z. B. 100×120 oder 80×120 cm), damit er nicht über die Palette hinausragt; er lässt sich sauber stapeln und nutzt die Lagerfläche besser. Die zulässige Stapelzahl steht auf dem Etikett. Mehr erfahren →
R
RID
Ordnung für die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher Güter. Die Verpackungsanforderungen sind mit dem ADR abgestimmt. Mehr erfahren →
Rückstellmuster
Aus einem Produktionslos aufbewahrtes Muster für Rückverfolgungsprüfungen bei Problemen. Karaca bewahrt es 6 Monate auf.
Rundgewebe
Schlauchförmig ohne Seitennaht gewebter Stoff. Damit lässt sich der Big-Bag-Korpus ohne Nähte fertigen.
S
Schürze (Duffle Top)
Lange, schürzenförmige Gewebeoberseite, die nach dem Befüllen zugebunden wird.
Schüttdichte
Gewicht pro Volumeneinheit eines Schüttguts (kg/m³). Die Größe des Big Bags wird aus diesem Wert und dem Ziel-Füllgewicht bestimmt. Mehr erfahren →
SF 5:1
Der Big Bag wird mit dem 5-Fachen seiner sicheren Arbeitslast geprüft. Für Einweg-Big-Bags. Mehr erfahren →
SF 6:1
Der Big Bag wird mit dem 6-Fachen seiner sicheren Arbeitslast geprüft. Für Mehrweg-Big-Bags. Mehr erfahren →
Sichere Arbeitslast (SWL)
Safe Working Load. Das höchste Gewicht, das ein Big Bag sicher tragen kann, typischerweise 500–2000 kg. Mehr erfahren →
Sicherheitsfaktor (SF)
Verhältnis der Prüflast zur sicheren Arbeitslast. ISO 21898 kennt 5:1 für Einweg-, 6:1 für Mehrweg- und 8:1 für hoch beanspruchte Mehrweg-Big-Bags. Ein Big Bag wird nie über seine sichere Arbeitslast hinaus befüllt. Mehr erfahren →
Statisch ableitender Big Bag
Big Bag aus statisch schützendem Gewebe, der zündfähige Entladungen ohne Erdung verhindert. In IEC 61340-4-4 heißt er Typ D. Mehr erfahren →
T
Ton Bag
Andere Bezeichnung für Big Bag, meist für Big Bags mit 1 Tonne Fassungsvermögen. Mehr erfahren →
Typ A
Big Bag ohne Maßnahmen gegen den Aufbau statischer Elektrizität. Jeder nicht nach IEC 61340-4-4 geprüfte Big Bag gilt als Typ A. Nur in nicht brennbaren Atmosphären und für Produkte mit einer Mindestzündenergie über 1000 mJ; ein Inliner ändert den Typ nicht. Mehr erfahren →
Typ B
Big Bag, dessen Gewebe eine elektrische Durchschlagspannung von höchstens 6 kV hat. Er verhindert Funken und Gleitstielbüschelentladungen. Nur für Stäube mit einer Mindestzündenergie über 3 mJ, nie bei brennbaren Gasen oder Lösemitteldämpfen. Keine Erdung erforderlich, aber leitfähige Gegenstände im Umkreis von 1 m müssen geerdet sein.
Typ C
Leitfähiger Big Bag. Miteinander verbundene, eingewebte leitfähige Fäden (bei Streifenmuster höchstens 20 mm, bei Gittermuster höchstens 50 mm Abstand) leiten die Ladung zum Erdungspunkt. Der Widerstand zum Erdungspunkt liegt unter 10⁷ Ω. Erdung beim Befüllen und Entleeren ist Pflicht; ungeerdet besteht Explosionsgefahr. Geeignet für die Zonen 21–22 und 1–2 (IIA/IIB). Mehr erfahren →
Typ D
Big Bag aus statisch schützendem Gewebe, der Funken, Büschel- und Gleitstielbüschelentladungen ohne Erdung verhindert. Geeignet für die Zonen 21–22 und 1–2 (Gruppen IIA/IIB mit einer Mindestzündenergie ab 0,14 mJ, Aufladestrom ≤ 3 µA). Leitfähige Gegenstände im Umkreis von 1 m müssen geerdet sein. Mehr erfahren →
U
UN 13H1
UN-Verpackungscode für einen Big Bag aus Kunststoffgewebe ohne Beschichtung und ohne Inliner. Mehr erfahren →
UN 13H2
UN-Verpackungscode für einen Big Bag aus beschichtetem Kunststoffgewebe. Mehr erfahren →
UN 13H3
UN-Verpackungscode für einen Big Bag aus Kunststoffgewebe mit Inliner. Mehr erfahren →
UN 13H4
UN-Verpackungscode für einen Big Bag aus beschichtetem Kunststoffgewebe mit Inliner. Mehr erfahren →
UN-Zulassung
Nachweis, dass ein Big Bag die UN-Prüfungen für den Gefahrguttransport bestanden hat: Fall-, Stapel- (24 Stunden), Hebe- (6-faches der höchsten Nettomasse), Weiterreiß-, Kipp- und Aufrichtprüfung. Mehr erfahren →
UV-Stabilisator
Zusatzstoff, der den Abbau von PP-Gewebe durch Sonnenlicht verzögert.
V
Verpackungsgruppe (VG)
Einstufung gefährlicher Güter nach Gefahrengrad: VG I (hoch, X, 1,8 m Fallhöhe), VG II (mittel, Y, 1,2 m), VG III (gering, Z, 0,8 m). Mehr erfahren →
W
WVTR
Water Vapour Transmission Rate – Wasserdampfdurchlässigkeit. Kennwert für die Feuchtigkeitsbarriere eines Inliners. Mehr erfahren →
Jetzt starten

Kontaktieren Sie uns für Ihren FIBC-Bedarf

Angebot anfordern

Adresse

Cengeldere 107, 34830

Istanbul, Türkei